Kreuzbandriss beim Hund – Warum die Reha beide Hinterbeine braucht!

Wenn dein Hund einen Kreuzbandriss hat – ob operiert oder konservativ behandelt.

Hunde mit einem einseitigen Kreuzbandriss zeigen veränderte Muskelfunktion in beiden Hinterbeinen.

Das nicht verletzte Bein arbeitet härter – aber nicht besser. Das heisst oft es kommt zu einer Überlastung.

Besonders der Musculus sartorius cranialis im nicht betroffenen Bein zeigte erhöhte Muskelrekrutierung und eine höhere Feuerfrequenz.

Die Reha muss beide Hinterbeine einbeziehen.

Nicht nur das operierte Bein braucht gezieltes Training, auch das „gesunde“ Bein muss wieder zu einer normalen, effizienten Arbeitsweise zurückfinden. Gezielte Übungen für die gesamte Hinterhand.

– Cavaletti-Training, kontrolliertes Bergaufgehen, Gewichtsverlagerungsübungen, langsames kontrolliertes Gehen.

– Übungen, die die Kommunikation zwischen Nervensystem und Muskeln verbessern. Wenn die Grundlagen sitzen kann mit Vorsicht begonnen werden: Balancepads, Wackelbretter.

Das Ziel der Reha sollte die Rückkehr zu einer Muskelfunktion sein, die gesunden Hunden entspricht.

Übungen nach einem Kreuzbandriss sind Pflicht sollten aber nicht zu früh erfolgen.

Je länger der Kreuzbandriss besteht, bevor eine Behandlung beginnt, desto tiefer Graben sich die Kompensationsmuster ein.

Ich empfehle meinen Patienten so früh wie möglich mit der Physiotherapie zu beginnen.

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